Kritik: Konzerte von Tom Misch, MØ und Nothing But Thieves

MØ – Foto: Theresa Spielmann

Theresas Kritik – 3 besuchte Konzerte im November 2018

Drei Gründe, weswegen ich mich schon eine ganze Weile auf den Monat November gefreut habe. Alle drei sind wohl irgendwo unter den Überbegriff Pop einzuordnen, sind dennoch sehr verschieden in ihrer Art. Dementsprechend unterschieden sich auch die Konzerte.

Dadurch, dass das MØ Konzert in der alten Kongresshalle stattfand, war die Atmosphäre beinahe familiär. Es wirkte wie ein Auftritt in einer etwas größeren Schulaula, im positivsten Sinne. MØ (und auch ihre Vorband „Alma“) konnte mit ihrer besonderen Aura und Persönlichkeit den intimen Raum ohne Schwierigkeiten füllen. Sie spielte, zu meiner Freude, fast alle Songs ihres neuen Albums „Forever Neverland“. Zu jedem Lied inszenierte sie eine kleine individuelle Performance, mal mit überdimensionalem Hut, mal mit Rotweinglas in der Hand oder auch mal aus der Menge heraus. Simple Mittel, durch welche ihre Songs zu kleinen Geschichten wurden. 

Tom Misch hingegen war ein äußerst chilliges Konzert. Es ist nicht besonders leicht diesen jazzy Indie-HipHop-Stil in einer so großen Halle wie dem Muffatwerk wirksam und mit seinem ganzen Charme an die Zuschauer zu bringen. Ich habe mich währenddessen mehr nach einer Bar-Atmosphäre gesehnt. Nichtsdestotrotz habe ich das Konzert sehr genossen. Neben Tom Misch waren die anderen Künstler auf der Bühne mindestens genauso wichtig und faszinierend. Besonders die Abstimmung von Percussion und Schlagzeug war herausragend. Improvisationen an Saxophon, Schlagzeug und Co prägten das Konzert und machten das Live Erlebnis von Tom Misch sehenswert.

Nothing but Thieves habe ich zuletzt 2015 auf dem Southside Festival zusammen mit ca. 15 anderen Zuschauer*innen gesehen. Damals bin ich mehr zufällig als beabsichtigt bei der Band gelandet und konnte sehr schnell begeistert werden. Dieses Mal konnten sie die gesamte Tonhalle füllen. Nicht nur die Zuschauerzahl, sondern auch ihr Selbstbewusstsein auf der Bühne ist gewachsen. Mit viel mehr Souveränität bespielten sie die Halle und füllten den Raum mit ihrer fantastischen Musik. Wer Nothing But Thieves schon einmal angehört hat, dem ist aufgefallen wie hervorragend die Stimme des Leadsängers Conor Mason ist. Noch beeindruckender ist es, wenn diese live genauso klingt. Ganz anders als bei MØ und Tom Misch war hier die Stimmung mit der eines Festivals zu vergleichen. Das eine oder andere Mini-Moshpit unterstütze genau dieses Feeling.

Jeweilige Favoriten:
MØ –Red  Wine (feat. Empress Of)
Tom Misch –South of the River
Nothing But Thieves – Forever & Ever More

Tom Misch // Gesehen am 25.11.2018 // In der Muffathalle // 30€

MØ // Gesehen am 16.11.2018 // In der alten Kongresshalle // 29,95€

Nothing but Thieves // Gesehen am 9.11.2018 // In der Tonhalle // 28,70€

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