„Jetzt ist die Katze aus dem Sack“. Andreas Beck stellt sich und sein Team erstmals an seiner neuen Wirkungsstätte vor. Es ist für Beck etwas Besonderes ans Residenztheater wieder zu kommen, denn hier in München begann seine Karriere mit seinem ersten Engagement als Dramaturg. Jetzt ist er also wieder da und tritt die Nachfolge von Martin Kusej an.

Zu Beginn der Pressekonferenz vergleicht Andreas Beck die Veranstaltung mit einer Konzeptionsprobe am Theater: Einiges steht fest, anderes kann, wird und soll sich noch weiterentwickeln. Es ist ein Prozess. Ein Projekt, das jetzt beginnt.

In dieses Projekt startet Beck mit 55 festen Schauspieler*innen und vier Hausregisseur*innen mit denen er auch während seiner Zeit in der Schweiz zusammengearbeitet hat. Mit Nora Schlocker, Thom Luz, Simon Stone und Julia Hölscher hat er sich zwei junge Frauen und zwei Männer zusammengesucht, die eine vielversprechende junge Mischung in Aussicht stellen.

Es gibt auch noch einige weitere neue Gesichter unter den Schauspieler*innen. Etwas mehr als ein Drittel bringt Beck aus Basel mit nach München, etwa ein gutes Viertel stammt aus der alten Riege und einige Weitere kommen von anderen größeren und kleinen Häusern der Republik. Man merkt, dass Beck die Ensemblepolitik sehr am Herzen liegt. Ihm sei es wichtig eine Team um sich zu scharen, das gemeinsam funktioniert. Es soll nicht durch Gäste auseinanderbrechen, die nur für ihre Hauptrolle gastieren und dann wieder verschwinden. Dass das keine leeren Worthülsen zu sein scheinen, merkt man an der Stimmung während der Veranstaltung: Es herrscht ein freudiges und familiäres Klima im Leitungsteam.

Ein zentrales Thema der Spielzeit 2019/2020 ist die Überschreibung älterer Literatur in neue Formate. So werden zum Beispiel Tschechows Drei Schwestern in der Bearbeitung von Simon Stone und Tolstois Anna Karenina von Karin Henkel neue adaptiert. Einen dritten russischen Dramatiker inszeniert Joe Hill-Gibbens mit Gorkis Sommergäste.

Außerdem werden im kommenden Jahr drei Büchner Stücke auf den Bühnen des Residenztheaters zusehen sein: Leonce und Lena wird von Thom Lutz inszeniert, Dantons Tod von Sebastian Baumgarten und der Woyzeck kommt in der Bearbeitung von Ulrich Rasche auf die Bühne.

Neben vielen „klassischen“ Texten wird es gleich zu Beginn der Spielzeit einige Uraufführungen und Auftragswerke zusehen geben. Auch dabei sind Stücke von zeitgenössischen Autoren wie unter Anderem von Ewald Palmetshofer.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Ausrichtung des Hauses ist das Resi für alle. Die Sparte, die bis jetzt Junges Resi genannt wurde, entwickelt die Dramaturgin Daniela Kunz weiter. Kunz möchte neben theaterpädagogischen Projekten die Bürgerbühne auch für andere Generationen öffnen. Den Anfang macht sie mit der Produktion von Ronja Räubertochter. Die Räuberbande, zwischen denen die starke Mädchenfigur aufwächst, soll von Männern und Frauen aus München besetzt werden.

Die Plattform „Welt/Bühne“, die jungen, internationalen und zeitgenössischen Dramatiker*innen ein Forum bietet, soll weiter ausgebaut werden.

Wir sind super gespannt auf die neue Spielzeit am Residenztheater und wünschen dem neuen Team einen guten Start in München.

Alle weiteren Informationen und die Genauen Termine der Premieren findet ihr auf der Übergangswebsite www.residenztheater2019-2020.de. Die ersten Karten für Oktober sind ab dem 26. Juli im Vorverkauf.

2 Kommentare zu „Neue Intendanz am Residenztheater

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